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<title>Hure</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hure</span></h1>
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<p><b>Hure</b> (<a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">ahd.</a> <i>huora,</i> <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mhd.</a> <i>huore</i>) ist die deutsche, oft abwertende Bezeichnung für eine <a href="Prostitution" title="Prostitution">Prostituierte</a>. In der Umgangssprache wird dieser Begriff auch für Frauen mit <a href="Promiskuit%C3%A4t" title="Promiskuität">häufig wechselnden Sexualpartnern</a> gebraucht. Ein verhüllendes Synonym ist <i>Freudenmädchen,</i> umgangssprachliche Bezeichnungen sind <i>Bordsteinschwalbe</i> und <i>Trottoiramsel,</i> abwertende Synonyme <a href="Nutte" title="Nutte">Nutte</a>, <a href="Dirne" title="Dirne">Dirne</a> und <i>Metze</i>. <i>Hübschlerinnen</i> nannte man fahrende Frauen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie_und_Begriffsgeschichte">Etymologie und Begriffsgeschichte</h2></div>
<p>Das Wort leitet sich von der <a href="Indogermanische_Sprachen" title="Indogermanische Sprachen">indogermanischen</a> Wurzel <i>*qār-</i>, „begehrlich, lieb“, ab. Daraus entwickelte sich auch das lateinische <i>cārus</i>, „lieb, teuer“. Im Althochdeutschen bezeichnete <i>huor</i> nicht nur die Prostitution im Besonderen, sondern den außerehelichen Beischlaf im Allgemeinen; <i>huora</i> wurde so auch in der Bedeutung „Ehebrecherin“ gebraucht. Eine Entsprechung für ehebrüchige Männer ist nur im <a href="Gotische_Sprache" title="Gotische Sprache">Gotischen</a> <i>(hôrs)</i> und <a href="Altnordische_Sprache" title="Altnordische Sprache">Altnordischen</a> <i>(hórr)</i> bezeugt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein häufiger Irrtum ist die fälschliche Ableitung von dem niederländischen <i>huur</i>, „heuern, mieten“.
</p><p>Das Wort Hure wurde und wird auch als <a href="Schimpfwort" title="Schimpfwort">Schimpfwort</a> für Frauen benutzt, insbesondere wenn diese <a href="Sexuelle_Selbstbestimmung" title="Sexuelle Selbstbestimmung">sexuell selbstbestimmt</a> aktiv waren oder sind. In den letzten Jahren hat das Wort Hure (früher auch „Lohnhure“<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> im Gegensatz zur „Gelegenheitsbuhlerin“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) durch die Aktivitäten verschiedener Hurenvereinigungen (<a href="Bundesverband_Sexuelle_Dienstleistungen" title="Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen">Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen</a>, <a href="Huren_wehren_sich_gemeinsam" title="Huren wehren sich gemeinsam">Huren wehren sich gemeinsam</a>), die sich bewusst so nennen, eine gewisse Aufwertung bzw. Neutralität erhalten. Die Mitglieder der niederländischen Prostituierten-Gewerkschaft benennen sich sogar mit einem gewissen Stolz als Huren (siehe <a href="Euphemismus-Tretm%C3%BChle" title="Euphemismus-Tretmühle">Dysphemismus-Tretmühle</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>In einer „Gegenwartstudie“ zum Thema Prostitution stellte <a href="Oskar_Panizza" title="Oskar Panizza">Oskar Panizza</a> Ende des 19. Jahrhunderts einige Daten zusammen: während <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl der Große</a> die strengsten Verordnungen gegen Prostitution erließ, wurden selbige nach seinem Tod wieder aufgehoben, weil unhaltbar. Dabei hielten die vornehmen Herren sich selbst mehrere <a href="Kebse" title="Kebse">Kebse</a>. Ab dem 13. Jahrhundert schlossen die Räte mehrerer Großstädte mit <i>Frauenwirten</i> Verträge ab, die genügend hübsche Mädchen in ihren Häusern verpflichten. Es war bei Strafe verboten, diese Mädchen grundlos zu beleidigen und sie erhielten allerlei milde Bezeichnungen wie törichte, schöne, fahrende oder gelüstige Dirnen, Hübschlerinnen, lustige oder barmherzige Schwestern. Der Ausdruck <i>Hure</i> wurde seltener. Fürsten und Kaiser scheuten sich nicht, diese Frauenhäuser öffentlich zu besuchen. So ging es in vielen europäischen Staaten zu, erst Strafverfolgung, dann Verschlimmerung des Zustandes durch Verbreitung von Geschlechtskrankheiten, dann Milde gegenüber den Huren.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Man verfolgte und bestrafte die sogenannten Winkel- und Straßenhuren und war bestrebt, Prostituiertenhäuser mit „garantierter Qualität“ zu schaffen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Begriff <i>Winkelhuren</i> meinte Prostituierte, die ihr Wesen heimlich trieben, und <i>Straßenhuren</i> solche, die ihrem Gewerbe auf der Straße nachgingen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Obwohl das Leben der Huren im mittelalterlichen Europa durch verschiedene Gesetze eingeschränkt war (sie durften zum Beispiel keine Pelze tragen und mussten gestreifte Tuche verwenden), haben sie anscheinend zwischen dem Ende des 14. und dem 16. Jahrhundert den gleichen zivilen Status gehabt wie die ehrbaren Frauen. Es ist bezeugt, dass Huren jener Zeit Gerichtsverfahren gegen andere Personen geführt haben und auch Testamente hinterließen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während des <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieges</a> zählten Huren als <a href="Prostitution" title="Prostitution">Prostituierte</a> häufig zum offiziellen <a href="Tross" title="Tross">Heerestross</a>. Bei den kaiserlichen Truppen waren die Prostituierten in vier Klassen unterteilt: Die erste und oberste Kategorie nahm die <a href="M%C3%A4tresse" title="Mätresse">Mätresse</a> ein, die zweite die <a href="Konkubine" class="mw-redirect" title="Konkubine">Konkubine</a>, die dritte die Metze, die vierte und unterste die Hure.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historische_Kleidervorschriften">Historische Kleidervorschriften</h2></div>
<p>Im alten Rom gab es bezüglich der Frauenkleidung klare Vorschriften. Ehrbare Frauen, Dienerinnen (vestis ancillaris) und Prostituierte (vestis meretricia) erkannte man an ihren Kleidern. Ehebrecherinnen mussten auch die Hurenkleidung „vestis meretricia“ tragen, eine Tunika ohne Bordüre sowie eine dunkle <a href="Toga" title="Toga">Toga</a> statt einer <a href="Stola_(r%C3%B6mische_Tracht)" title="Stola (römische Tracht)">Stola</a>.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch im Mittelalter gab es besondere Kleiderordnungen für die Huren, die durch bestimmte Farben und besondere Kennzeichen (z. B. zweifarbige Kopfbedeckung, Männerkapuzen, scharlachrote Kordeln) auffällig sein sollten, Streifen wirkten besonders stigmatisierend. Rot galt zwar als Farbe der Herrschaft, doch in Anspielung auf die biblische Rahab mussten Huren vielerorts eine scharlachrote Schnur oder Kordel als Zeichen der Prostitution tragen. Der Prediger <a href="Berthold_von_Regensburg" title="Berthold von Regensburg">Berthold von Regensburg</a> schlug im 13. Jahrhundert vor, alle Huren in Gelb zu kleiden, damit man sie besser erkennen könne.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er forderte sogar, dass die Konkubinen der Geistlichen auch gelbe Bandstreifen auf ihrer Kleidung tragen, genau wie Jüdinnen und Huren. Noch im Jahr 1500 forderten Hamburgs Bürger, dass die Konkubinen der Geistlichen die Hurenkleidung zu tragen haben.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Um 1488 wollte man in Leipzig die Putzsucht der Frauen eindämmen, indem kurzerhand ausgefallene Stoffe, ausladende Dekolletés und aufgenähte Schellen an den Kleidern als das Sonderrecht der Huren deklarierte.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Mittelalter mussten Huren gestreifte Kleidungsstücke tragen oder verkehrt herum anziehen, um sich von den ehrbaren Frauen zu unterscheiden. Streifen waren symbolisch für den Teufel und Duplizität.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bestimmte Farben, besonders Gelb, galten als sogenannte Hurenfarbe.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den italienischen Städten <a href="Mantua" title="Mantua">Mantua</a> und <a href="Parma" title="Parma">Parma</a> mussten Huren beispielsweise einen kurzen weißen Umhang tragen, in anderen europäischen Städten mussten die Umhänge der Prostituierten gelb, schwarz oder gestreift sein.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Hurenfarbe war in Frankreich zeitweise das Weiß. Doch sollen im Jahr 1389 die Freudenmädchen aus Toulouse sich beim König beschwert haben, immer weiße Hauben und Bänder tragen zu müssen. König <a href="Karl_VII._(Frankreich)" title="Karl VII. (Frankreich)">Karl VII.</a> soll daraufhin ihnen in einer Ordonnanz erlaubt haben, selber die Hurenfarben zu bestimmen, vorausgesetzt, sie trugen um den Arm eine Borte oder Paspel in einer anderen Farbe als ihre Kleidung.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kunst">Kunst</h2></div>
<p>Für die „<a href="Hure_Babylon" title="Hure Babylon">Hure Babylon</a>“ in einem Holzschnitt von <a href="Albrecht_D%C3%BCrer" title="Albrecht Dürer">Albrecht Dürer</a> stand dem Künstler wohl eine wirkliche Prostituierte Modell.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anlässlich seiner Venedig-Reise im Jahr 1495 skizzierte er eine Venezianerin und verwendete das Studienblatt als Vorlage für die Große Hure Babylon in der Holzschnittfolge für die <a href="Apokalypse_(D%C3%BCrer)" title="Apokalypse (Dürer)">Apokalypse</a>. Die ausgefallene Kleidung sollte die sittliche Verworfenheit symbolisieren.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
<a href="Dirck_van_Baburen" title="Dirck van Baburen">Dirck van Baburen</a> malte 1622 eine Laute spielende junge Hure mit entblößter Brust mit einem Freier und ihrer alten <a href="Kuppelei" title="Kuppelei">Kupplerin</a>.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Johannes_Vermeer" class="mw-redirect" title="Johannes Vermeer">Johannes Vermeer</a> sah Baburens Gemälde im Haus seiner Schwiegermutter. Es soll ihm Inspiration für sein Gemälde „Bei der Kupplerin“ gewesen sein.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine eigene Ehefrau stand Modell für die Hure, die er als eine regelrecht strahlende Figur mit ihren dunklen Augenlidern, roten Lippen und der sanft ausgestreckten Hand, um den Lohn entgegenzunehmen, im Jahr 1656 malte. Sie trägt eine gelbe Jacke und eine weiße Haube.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Das Gemälde <i>Het voorstel</i> (Der Antrag) von <a href="Judith_Leyster" title="Judith Leyster">Judith Leyster</a> (1609–1660) ist das einzige, das eine Hure nicht liebäugelnd mit einem Freier, sondern nähend in einer Alltagsszene zeigt.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie sitzt ohne merkliche Reaktion oder vielleicht mit entschiedenem Desinteresse auf einem Stuhl, die Füße auf einen <a href="Kieke" title="Kieke">Fußwärmer</a> gestützt. Leyster stellt offen und deutlich einen sexuell motivierten Antrag dar (der Mann möchte also nicht ihre Näharbeit bezahlen).<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der unschuldige Gesichtsausdruck und die errötenden Wangen der sittsamen Figur werden generell nicht mit einer Hure assoziiert, möglicherweise sollen diese die hinterhältige Natur der Prostituierten suggerieren.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wenn die Dargestellte tatsächlich eine Prostituierte darstellt, dann hat Leyster sie so dargestellt, dass sie die sehr spezifische Rolle einer scheinbar anständigen Frau spielt. Kunstexperten argumentieren, dass die Frau in einem anderen Gemälde Leysters <i>Das Tric-Trac Spiel</i> höchstwahrscheinlich auch eine Prostituierte ist, da die Art wie sie die Pfeife dem Mann ihr gegenüber reicht, voller sexueller Anspielungen ist, genauso wie das Erröten ihrer Wangen ihr Gefallen daran signalisiert.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie trägt ebenfalls den kurzen weißen Umhang, der in häuslicher Umgebung gezeigt wurde, genauso wie in Bordellszenen.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die gelbe Farbe dominierte noch in der modernen Vorstellung von der Prostituiertenkleidung. Die gelben Kleider der Sängerin und Tänzerin <a href="Jane_Avril" title="Jane Avril">Jane Avril</a> auf den Plakaten von Henri de Toulouse-Lautrec von 1893 wurden ikonisch in der spätmodernen Wahrnehmung von Prostitution. Auch die im Jahr 1901 im <a href="Le_Rire" title="Le Rire">Le Rire</a> veröffentlichte Karikatur von Edouard Touraines der ganz in Gelb gekleideten Prostituierten mit ihren Kunden wurde berühmt.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wortvariationen">Wortvariationen</h2></div>
<ul><li>„Hurenbock“ ist eine Bezeichnung für Männer, die wahllos Sexabenteuer mit vielen verschiedenen Frauen eingehen („herumhuren“), ohne sich an eine Frau emotional binden zu wollen.</li>
<li>In der <a href="Typografie" title="Typografie">Typografie</a> wird ein bestimmter Setzfehler als <a href="Hurenkind_und_Schusterjunge" title="Hurenkind und Schusterjunge">Hurenkind</a> bezeichnet.</li>
<li>Der Ausdruck <a href="Hurensohn" title="Hurensohn">Hurensohn</a> hat sich seit den 1990er Jahren in der Sprache Jugendlicher von seiner ursprünglichen Bedeutung gelöst und gilt nun als allgemeine Beleidigung unabhängig vom familiären Hintergrund.</li>
<li>Im <a href="Schweizerdeutsch" title="Schweizerdeutsch">Schweizerdeutschen</a> ist <i>Huere, huere-</i> eine seit dem 19. Jahrhundert bezeugte Verstärkungspartikel, etwa <i>Huereglück</i> „unverdientes Glück“, <i>huereschön</i> „sehr schön“.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Felix Ihlefeldt: <i>Abenteuer Hure.</i> Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-430-2.</li>
<li><a href="Martin_Auer" title="Martin Auer">Martin Auer</a>: <i>Hurentaxi – Aus dem Leben der Callgirls.</i> LIT Verlag, Wien/Berlin/Münster 2006, ISBN 3-8258-9939-X.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Brockhaus Konversationslexikon</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>7</span>. F.A. Brockhaus, 1894, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>238</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Hure&rft.btitle=Brockhaus+Konversationslexikon&rft.date=1894&rft.genre=book&rft.pages=238&rft.pub=F.A.+Brockhaus&rft.volume=7" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="Etymologisches_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache">Kluge. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen</a>.</i> Bearbeitet von <a href="Elmar_Seebold" title="Elmar Seebold">Elmar Seebold</a>. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 431;<br><i>Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.</i> Erarbeitet unter Leitung von <a href="Wolfgang_Pfeifer_(Etymologe)" title="Wolfgang Pfeifer (Etymologe)">Wolfgang Pfeifer</a>. Akademie, Berlin 1989 (und weitere Auflagen); Onlineversion: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwds.de/wb/Hure"><i>Hure.</i></a> In: <i><a href="Digitales_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache">Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</i><span class="editoronly" style="display:none;"></span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/l/kl07371.htm">Kruenitz: Oeconomische Encyklopädie</a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Anita Winkler: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.habsburger.net/de/kapitel/prostitution-ein-fall-fuer-die-sittenpolizei">Prostitution – ein Fall für die Sittenpolizei</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Oskar_Panizza" title="Oskar Panizza">Oskar Panizza</a>: <cite style="font-style:italic">Prostitution, eine Gegenwartstudie</cite>. Hrsg.: Die Gesellschaft. Verlag von Wilhelm Friedrich, 1892, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>1159</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Hure&rft.au=Oskar+Panizza&rft.btitle=Prostitution%2C+eine+Gegenwartstudie&rft.date=1892&rft.genre=book&rft.pages=1159&rft.pub=Verlag+von+Wilhelm+Friedrich" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Hygienische Rundschau</cite>. A. Hirschwald., 1891, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>276</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Hure&rft.btitle=Hygienische+Rundschau&rft.date=1891&rft.genre=book&rft.pages=276&rft.pub=A.+Hirschwald." style="display:none"> </span></span>
</li>
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</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="Schweizerisches_Idiotikon" title="Schweizerisches Idiotikon">Schweizerisches Idiotikon</a>.</i> Band II, Sp. 1590, Artikel <i>Huer,</i> unter Bedeutung 2 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.idiotikon.ch/p/lem/136020">Digitalisat</a>).</span>
</li>
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